Nutzung
Im Schweizerischen Freilichtmuseum Ballenberg werden die Esel nicht als eigentliche Arbeitstiere eingesetzt, sondern für Freizeit, Reiten, Fahren, Trecken oder auch nur zur "Besichtigung". Damit wollen wir die Gäste auf die verschiedenen Eselsrassen aufmerksam machen.
Nach wie vor werden die Esel aber auch als Arbeitstiere eingesetzt. Als Beispiel möchte ich Äthiopien erwähnen.
(siehe GEO Magazin Nr. 1/07 - Esel für Eritreas Frauen)
Was könnte Frauen in den Dörfern, den allein stehenden Müttern, den Kriegswitwen Einkommen und Respekt verschaffen? Antwort: Esel!
Ein Esel kostet umgerechnet 110 Euro
Seit 1995 hat die Hamade 5500 Esel an eritreische Frauen verschenkt. Genügsame Tiere, wie geschaffen zum Geldverdienen. Ein Esel kostet rund 2200 Nakfa, 110 Euro. Eine Summe, für die eine allein erziehende Frau ihr Leben lang sparen müsste. Manchmal sitzt Tiblets Oeleta in der Dämmerung auf der kleinen Lehmbank vor ihrer Lehmhütte, schaut den Fledermäusen nach und lässt ihre Gedanken schweifen – der Luxus ihres neuen Lebens. Verschwunden sind die Müdigkeit, die Striemen an Schultern und Brust, die Scham vor den Nachbarn, das niederdrückende Gefühl, dem Leben ausgeliefert zu sein.
Auf einer Veloreise von Hofstetten bis Nepal konnte mein Sohn Nils feststellen, wie es in Ländern wie der Türkei, dem Iran, Usbekistan usw. noch heute selbstverständlich ist, die Esel als Arbeitstiere einzusetzen (Link Fotos)